Indien will Fünf-Billionen-USD-Wirtschaft werden – Zweifler sind “professionelle Pessimisten”

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Der indische Premierminister Narendra Modi nimmt an Gruppen-Yoga-Übung am Internationalen Yoga-Tag in Ranchi teil

Der indische Premier hat sich zum Ziel gesetzt, die Wirtschaft seines Landes weiter anzukurbeln. Das Land soll in den nächsten Jahren zu einer sogenannten Fünf-Billionen-US-Dollar-Wirtschaft werden. Gleichzeitig warnt er vor übermäßigem Pessimismus.

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Der indische Premierminister Narendra Modi hat erklärt, wie Indien in den nächsten fünf Jahren das ehrgeizige Ziel erreichen kann, zu einer Fünf-Billionen-US-Dollar-Wirtschaft zu werden. Dabei kritisierte er diejenigen, die Zweifel an dem Plan säen. Bei einem Treffen mit seinen Parteigenossen in seinem Wahlkreis im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh sagte er:


Ich bin zuversichtlich, dass wir das Ziel der Fünf-Billionen-US-Dollar-Wirtschaft in fünf Jahren erreichen werden. Einige Leute hinterfragen jedoch die Notwendigkeit des Ziels. Dies ist die Gruppe, die als ‘professionelle Pessimisten’ bezeichnet wird.

Er wies darauf hin, dass man sich vor den “Pessimisten” hüten solle und fügte hinzu, dass sie “mehr Probleme und Schwierigkeiten bringen, als man sich je vorgestellt hat”. Als der Premier erklärte, warum es für Indien so wichtig sei, an seinem Plan festzuhalten, betonte er:

Die Größe des Kuchens zählt. Je größer die Wirtschaft sein wird, desto größer wird der Wohlstand für das Land sein.

Das genannte Ziel zu erreichen sei keine schwierige Aufgabe, so der Politiker. Indien müsse bloß das Pro-Kopf-Einkommen erhöhen, was wiederum die Kaufkraft und die Nachfrage steigern und eine weitere Expansion bei den Dienstleistungen auslösen werde.

Auch Landwirte könnten zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen, so Modi. Am Samstag sagte er, dass seine Regierung versuche, die Bedingungen für den Export landwirtschaftlicher Produkte zu schaffen, da die Landwirte “als Exporteure und nicht nur als Produzenten von Lebensmitteln” betrachtet würden.

Menschen in der viertgrößten indischen Stadt Chennai versammeln sich um einen Gemeinschaftsbrunnen, nachdem Wasserreservoirs der Stadt aufgebraucht worden sind.

Letzte Woche hat Indien einen Plan zur Erreichung des vom Premierminister Mitte Juni festgelegten Ziels vorgelegt. Am Freitag stellte die indische Finanzministerin Nirmala Sitharaman dem Parlament den entsprechenden Haushaltsplan vor. In ihrer Rede, in der sie den Wirtschaftsplan für die Jahre 2019/2020 vorstellte, sagte sie, dass das Land bis Ende des Jahres zu einer Drei-Billionen-US-Dollar-Wirtschaft werden solle, und fügte hinzu, dass Modis Ziel “weit innerhalb” der Kapazität Indiens liege.

Der indische Haushalt sieht eine Fortsetzung der Strukturreformen und hohe Investitionen in Infrastruktur und digitale Wirtschaft vor.

Einen Tag vor der Rede der Finanzministerin präsentierte der Chefberater für wirtschaftliche Fragen der indischen Regierung den “Economic Survey 2019”. Das Dokument besagt, dass Indien ein reales BIP-Wachstum von acht Prozent erreichen muss, um das Ziel von Modi zu erreichen. Laut der Analyse sollte das Wirtschaftswachstum von einem “virtuosen Zyklus” von Ersparnissen, Investitionen und Exporten getragen werden.

Da sich das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr abschwächt und voraussichtlich sein geringstes Wachstum seit drei Jahren verbuchen wird, bleibt Indien eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Laut Analysten der US-Börse Nasdaq befindet es sich unter den Top-Fünf Staaten und soll bis ins Jahr 2021 ein Wachstum von 7,4 Prozent erreichen. Außerdem hat das Land den Status der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt in Bezug auf die Kaufkraftparität und den siebtgrößten in Bezug auf das nominale BIP.

Mehr zum Thema – Militärische Aufrüstung: Indiens geopolitische Herausforderung

Originalartikel hier: RT Deutsch

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