Klima-Chaos: Verheerende Folgen für Europa

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Eine globale Mobilisierung

So überwältigend das Problem auch erscheint, es kann angegangen werden, aber nur, wenn die Welt die Art von Stärke mobilisiert, die sie zur Bekämpfung des Zweiten Weltkriegs eingesetzt hat. Es wird jedoch ein tiefgreifendes Überdenken der nationalen Politik und der Wirtschaft erforderlich sein.

Die am stärksten auf den Klimawandel ausgerichtete US-Regierungsorganisation ist das Pentagon, das sich darauf vorbereitet, die Folgen zu bekämpfen. Aber der enorme amerikanische Kriegsapparat ist ein wesentlicher Teil des Problems, da die Militärausgaben kohlenstoffintensiv sind. Laut dem “Cost Of War” -Projekt der Brown University ist das Pentagon der größte Einzelverbraucher von Kohlenwasserstoffen auf dem Planeten. Dennoch erhöhen einige europäische Länder unter dem Druck der Trump-Regierung ihre Militärausgaben, genau die falsche Strategie zur Bekämpfung der Klimabedrohung.

Die Welt wird sich darauf einigen müssen, dass es wichtig ist, Kohlenwasserstoffe im Boden zu halten. Fracking, Teersande und die Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen in der Arktis müssen gestoppt werden. Solar-, Wasser- und Windenergie müssen ausgebaut und einige sehr grundlegende Teile der Wirtschaft überprüft werden.

Dies wird kaum schmerzfrei möglich sein.

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Zum Beispiel werden ca 15000 Liter Wasser benötigt, um ein Kilo Rindfleisch zu produzieren, im Vergleich zu 3800 für ein Kilo Huhn. Während die Rindfleischerzeugung 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausmacht, werden dadurch nur 2 Prozent der menschlichen Kalorienaufnahme gedeckt.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Menschen auf Fleisch verzichten – obwohl die wachsende wirtschaftliche Ungleichheit bei vielen Menschen bereits Fleisch aus der Ernährung steichen ließ -, aber was wir essen und wie wir es produzieren, muss Teil der Lösung sein. Eine Hauptquelle für Treibhausgase ist beispielsweise die industrielle Landwirtschaft, die stark auf chemische Düngemittel angewiesen ist.

Laut dem Weltklimarat werden fast 30 Prozent der Nahrungsmittelproduktion entsorgt, der größte Teil davon in reichen Ländern. Eine gerechte Verteilung der Nahrungsvorräte würde nicht nur mehr Menschen ernähren, sondern auch weniger Land verbrauchen und so die Treibhausgase um bis zu 10 Prozent senken. Dazukönnte man die Rindfleischerzeugung drosseln und Hunderte von Millionen Quadratkilometern Ackerland freigeben, um kohlenstoffabsorbierende Bäume zu pflanzen.

Ein intakter Wald kann viel CO2 aus der Luft absorbieren (Bild; Pixabay)

Kann dies schrittweise erfolgen? Möglicherweise muss es sein, aber nicht lange. Der Klimawandel steht vor der Tür. Wie diese Zukunft aussehen wird, wird die aktuelle Generation gestalten und herausfinden, und obwohl es keine Frage ist, dass konzertierte Aktionen einen Unterschied bewirken können, tickt die Uhr. Wenn als nächstes die Glocke läutet, läutet sie für uns alle.

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